REIZÜBERFLUTUNG „Mit Hilfe der Natur Ruhe bewahren“

Reizüberflutung

Was ist eine Reizüberflutung

Wenn unser Körper zu vielen Sinneseindrücke ausgesetzt ist, hat er damit Schwierigkeiten die Informationen zu verarbeiten. Oft passiert dies, wenn wir Umwelteindrücke gleichzeitig akustisch und visuell ausgesetzt sind.

Wie zum Beispiel bei Medien, bei denen wir das Bild, den Ton und die Bewegung verarbeiten müssen. Aber auch wenn wir zum Beispiel unser Handy in der Hand haben und zusätzlich läuft im Hintergrund der TV.

Besonders hochsensible Menschen und Kinder können darunter leiden, da ihre Sinneswahrnehmung erhöht ist. Sie nehmen viel mehr Details auf und deshalb ist das „System Körper“ schneller überfordert.

Wie erkennst du eine Reizüberflutung

Mögliche Symptome einer Reizüberflutung sind:

  • Stressgefühl
  • Unruhe
  • Ängste
  • Überforderung
  • Schlafstörung
  • Konzentrationsschwäche
  • Reizbarkeit

Meine Erkenntnis

Ich war Nordic Walking und ich hatte ein Gefühl von Unzufriedenheit bzw. Unruhe in mir. Dann habe ich über mein Leben nachgedacht und bin alle einzelnen Bereiche durchgegangen, um heraus zu finden, woher dieses Gefühl der Unzufriedenheit/Unruhe kommt.

Und ich habe keinen Grund in irgendeinem Bereich in meinem Leben gefunden!

„Woher kommt dann dieses Gefühl?“

Dann habe ich mir vorgestellt, ich stehe in einem großen Glas. Das Glas sollte meinen Energiekörper darstellen. Ich habe gemerkt, dass dieses Glas bis oben hin voll war. Mit anderen Worten, mein Energiekörper war mit allen möglichen Eindrücken „vollgestopft“. Mir wurde bewusst, dass sich in meinem Kopf alles darum drehte, was ich noch zu erledigen hatte oder an welche Dinge ich noch denken musste.

Dann hatte ich mein AHA-Erlebnis:

Mein Gefühl der Unruhe/Unzufriedenheit kam nicht davon, dass ich mit etwas in meinem Leben nicht zufrieden war sondern weil ZUVIEL in meinem Leben da ist.

Aber wie kann ich diese vielen Sinneseindrücke aus meinem Energiekörper entfernen?

Ich habe bei diesem Spaziergang zwei Dinge gemacht:

Visualisierungsübung

Als erstes habe ich mir vorgestellt, dass ich einfach den Stöpsel aus meinem Glas ziehe, wie früher bei einer Badewanne. Danach habe ich visualisiert, dass alles was in meinem Glas/Energiekörper ist, in die Erde abfließt und Mutter Erde es gerne für mich aufnimmt.

Steinmauer berühren

Danach habe ich mit beiden Händen einen großen Stein bei einer Steinmauer berührt. Ich habe meine Augen geschlossen und habe mich einfach überraschen lassen was passiert. Kurze Zeit später konnte ich wahrgenommen, dass der Stein alles von mir absaugte. Die ganze überschüssige Energie ist wie durch einen Sog auf den Stein übergegangen oder anders gesagt, der Stein war wie ein Staubsauger.

Ich hoffe, ich habe mich klar ausdrücken können. Es ist gar nicht so einfach, ein solches Erlebnis in Worte zu fassen.

Mein Fazit

Wenn man einen Stein für 1 – 2 Minuten berührt, fühlt man sich danach ruhiger, leichter und zentrierter. Probier es einfach mal aus!

Andere Übungen um der Reizüberflutung entgegenzuwirken

Barfuß gehen

Ich liebe es am morgen barfuß durch meinen Garten zu gehen und dabei den Tau auf meinen Zehen zu spüren. Eine kleine Runde durch meinen Garten, bei der ich alle neuen Blüten betrachte, ist immer Balsam für meine Seele.

Baum berühren

Wenn du merkst, dass deine Energie im Kopfbereich sehr dominant ist, berühre einen Baum. Er hilft dir dich mit der Erde zu verwurzeln. So fließt deine Energie von deinem Kopf Richtung Füße in die Erde. Zusätzlich bekommst du ausgleichende Energie von der Erde zurück.

Der Unterschied des Energieaustausches zwischen Steine und Bäume ist der, dass der Stein deine Energie aufsaugt und der Baum verwurzelt dich und gleicht dich aus.

Vogelgezwitscher lauschen

Ich habe dabei immer das Gefühl, wie wenn alle Anspannung einfach „wegschmilzt“. Es gibt nichts Schöneres, als Vögel bei ihren Gesängen zuzuhören. Eine Studie vom Max-Planck-Institut hat herausgefunden, dass Vogelgezwitscher bei Ängsten und bei irrationalen Gedanken hilft. Toll oder?

So einfach kann es sein, wenn wir uns nur die Zeit dafür nehmen. Ich habe gestern so einen schönen und passenden Satz gelesen, den ich gerne mit dir teilen möchte:

„Die Vögel sind das Gegenteil der Zeit!“

Vielleicht sollten wir alle viel öfter den Vögeln lauschen, denn so steht für einen kurzen Moment die Zeit still.

Tanja Kinz